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View Full Version : Gold steigt in Reaktion auf Terror-Anschläge in Brüssel – Euro im Sinkflug



hesham1046
03-26-2016, 02:39 PM
Das EUR/USD Paar fiel am Dienstag in Reaktion auf Terror-Anschläge in Brüssel, die mehrere Menschenleben forderten. Auch an den europäischen Aktienmärkten kam es im Tagesverlauf zu Abverkäufen, insbesondere bei Aktien von Reise- und Freizeitunternehmen waren signifikante Kursverluste zu beobachten.

Neben den Terror-Anschlägen bestimmten die jüngsten geldpolitischen Entscheidungen der U.S. Federal Reserve Bank (Fed) heute die Schlagzeilen. Vor allem die jüngsten Kommentare des Präsidenten der Atlanta Fed, Dennis Lockhart, dürften heute bei EUR/USD für Verkaufsdruck gesorgt haben. Lockhart sagte am Montag dass die Fed bereits im April die Leitzinsen in den Vereinigten Staaten erneut anheben könnte. Diese, als „adlerhaft“ geltenden Kommentare, ließen die Nachfrage nach dem U.S. Dollar steigen.

Zusätzlich erhielten Trader heute Gelegenheit, auf frische Daten aus der Eurozone zu reagieren. Der deutsche Markit Einkaufsmanagerindex für verarbeitende Gewerbe nahm im März auf 50,4 Punkte ab, nach 50,5 Zählern im Februar. Damit erreichte er den tiefsten Stand seit 16 Monaten. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor verbesserte sich im März auf 55,5 Puntke, nach 55,3 Zählern im Februar. Analysten rechneten im März mit 50,8 Zählern beim verarbeitenden Gewerbe und mit 55 Punkten für den Dienstleistungssektor.

Der Composite Einkaufsmanagerindex für Deutschland, welcher die Ergebnisse der verarbeitenden Gewerbe und des Dienstleistungssektors kombiniert, fiel im März mit 54,1 Zählern im Vergleich zum Vormonat unverändert aus, nach 54,5 Punkten im Januar.

Der vorläufige Composite Einkaufsmanagerindex für Frankreich lag im März bei 51,5 Zählern, nach 49,3 Punkten im Februar. Ein Ergebnis oberhalb der 50-Punkte-Marke gilt als Zeichen für Wachstum.

Der deutsche Geschäftsklimaindex des deutschen IFO-Instituts stieg im März auf 106,7 Punkte. Dies übertraf die Erwartungen von Volkswirten, welche im Rahmen einer Umfrage durch die Nachrichtenagentur Reuters befragt wurden.

Neben dem Euro geriet auch das Britische Pfund am Dienstag deutlich unter Druck, was unter anderem auf die aktuelle Stärke des U.S. Dollar zurückzuführen sein dürfte. Auch in der nächsten Zeit dürfte das GBP/USD Paar zudem durch ein mögliches Brexit-Szenario weiterhin unter Druck geraten. Am 23. Juni soll in Großbritannien ein Referendum über einen mögichen Euro-Austritt des Vereinten Königreichs entscheiden.

Die April Comex Gold Termingeschäfte legten am Dienstag um mehr als 1 Prozent zu. Vor allem die Terror-Anschläge in Brüssel dürften die Attraktivität des Edelmetalls als sichere Anlageform deutlich gesteigert haben nachdem Gold in jüngster Vergangenheit durch die geldpolitischen Entscheidungen der Fed unter Druck geriet.

Die Rohöl Termingeschäfte für die Lieferung im Mai bewegten sich im Verlauf des heutigen Handelstages aufwärts. Der Katalysator hinter den Aufwärtsbewegungen dürfte ein Bericht von Grenscape gewesen sein, dem zufolge die Lagerbestände in Cushing, Oklahoma während der Woche zum 18. März um 570.574 auf insgesamt 69,05 Millionen Barrel abnahmen. Erst vor kurzem näherten sich die Bestände in Cushing der 70-Millionen-Barrel Marke.